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Mit Erfahrung und Können punkten Bild: shutterstock.com/Take_Photo
23.08.2021 / Mixed

Amateur:in versus Profi

Auf die Finger geschaut: Wie meistert ein Amateur oder eine Amateurin die Bahn im Vergleich zum Profi? Wir erklären die unterschiedliche Herangehensweise ...

Autor:in: Ivo Sefranek
Lesedauer 3 MIN
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... am Beispiel von vier Löchern des Wittelsbacher Golfclubs, dem Austragungsort der Big Green Egg German Challenge powered by VcG.

Es liegt auf der Hand: Ein Profi spielt ein Golfloch meist anders als durchschnittliche Amateurgolfer und -golferinnen. Warum? Zum einen aufgrund der Längenvorteile, die die Professionals in der Regel vom Tee haben, zum anderen aber auch aufgrund ihres geschulten Blickes, ihrer Erfahrung und trainingsbedingten Sensibilität für Gefahren, die auf einem Golfplatz lauern. Ivo Sefranek, Captain der Herrenmannschaft und im Vorstand für den Platz im Wittelsbacher Golfclub zuständig, zeigt am Beispiel von vier Schlüsselbahnen der Anlage in Neuburg an der Donau die unterschiedlichen Spielweisen auf. 

 

Loch 1

Die Runde beginnt für die Professionals mit einem Risk & Reward-Par 5. Wer den Drive über die Bäume schlägt und das Dogleg abkürzt, wird mit einem Annäherungsschlag unter 200 Meter ins Grün belohnt und hat somit die Möglichkeit, sich eine Eagle-Chance zu erspielen. Wer den Abschlag jedoch pullt, spielt durchs Fairway und landet im hohen Rough! 510 Meter sind für die meisten Golfenden nicht mit zwei Schlägen erreichbar. Daher sollte der Drive sicher links neben die Fairwaybunker platziert werden. Auch der zweite Schlag muss gut überlegt sein, denn der ausladende Baum im weiteren Verlauf der Bahn, am linken Rand des Fairways, macht die Landezone recht eng. Für den Schlag ins Grün sollte der vorgelagerte Bunker aus dem Spiel genommen und eher ein Schläger länger gewählt werden. Dann hat man eine gute Chance auf das Par. 

 

Loch 4

Hier erwartet die Golfenden ein mittellanges Par 4 mit einem optisch engen Drive. Amateure und Amateurinnen benötigen einen Sonntagsschuss, um mit dem zweiten Schlag das Grün angreifen zu können. Die Longhitter der Tour können links über die Bäume abkürzen, allerdings muss der Drive sitzen, da sonst zwei Baumgruppen links und rechts vom Fairway auf rund 80 Meter im Weg sein könnten. Wer einen sicheren, kurzen Abschlag wählt, muss darauf achten, nicht in der Welle am Fairway hängen zu bleiben. Das Grün ist unbewacht, also nicht von Hindernissen umgeben, besitzt aber drei Ebenen, die zu schwierigen Putts führen können. Hier ist eine präzise Annäherung je nach Fahnenposition auf das richtige Plateau wichtig, Birdie und Bogey liegen nah beisammen.

 

Loch 13

Hier sind Können und Glück gefragt: Eine gerade, lange Bahn mit einem Graben vor dem mit Abstand größten Grün des Platzes in Kleeblattform – das ist die 13. Sie ist ein Par 4, das Grün sollte man also im Idealfall in zwei Schlägen erreichen. Wegen des Wasserhindernisses direkt vor dem Grün und der Länge der Bahn ist dies aber für einen Amateur oder eine Amateurin schwierig. Um zu verhindern, dass der Ball mit dem zweiten zu kurzen Schlag im Wasser landet, empfiehlt es sich für den Durchschnittsgolfer, einen Threeshoter einzuplanen, also erst mit dem dritten Schlag aufs Grün zu spielen, um das Wasser vor dem Grün zu vermeiden. Die sichere Variante verspricht meist das bessere Ergebnis. Für Profis ein kurzes Eisen als Annäherungsschlag. Wer das Grün an der falschen Stelle trifft, kann einen sehr langen Putt erwarten. Bei einer Fahnenposition ganz vorn kommt auch das Wasser durchaus ins Spiel und meistens herrscht hier Gegenwind.

 

Loch 14

Weiter geht’s – mit einem weiteren langen Par 4 inklusive spätem Dogleg nach rechts. Für Normalgolfer und -golferinnen ist das Grün praktisch nicht mit dem zweiten Schlag zu erreichen, da es von einer großen Weide im Knick des Doglegs verteidigt wird. Auch die Profis benötigen einen langen Drive auf die linke Fairwayhälfte, denn rechts lauert ein Fairwaybunker am Ende einer Geländewelle. Ein großer, tiefer Bunker links vom Grün, das eine schräge Stufe besitzt, macht das Loch 14 schließlich zu einer der schwereren Bahnen des Platzes.
 

 

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